Montag, 8. August 2011

Es lebe das Fluglinien-Pricing

Ein aktuelles Beispiel:
Variante 1: Flug Wien – Zürich. Zürich - Miami (inkl. Rückflug) mit der Swiss. Preis: 850 Euro.  
Variante 2: Flug Zürich – Miami mit der Swiss (inkl. Rückflug): Preis: 1.100 Euro. 
Gleicher Langstreckenflug, gleiches Datum, gleicher Flieger, gleiche Ticketklasse beim Flug Zürich – Miami (inkl. Rückflug). Einziger Unterschied: Der Direktflug ab Zürich ist um 30%! teurer obwohl ich noch die beiden Flüge ab– und nach Wien dabei haben…  
Kein Witz! Das schöne im Internet: Es kann jeder prüfen – es tut nur kaum jemand, weil man diesen Vergleich selten anstellt.
Das ist ja wie wenn ich in einem Restaurant ein Menü wähle, die Vorspeise auslasse und dafür den doppelten Preis bezahle.
Dies kann doch nicht rational und ökonomisch erklärbar sein.
P.S.: Ich habe den Vergleich auch bei der Ticketklasse Business gemacht. Hier ist der Unterschied sogar noch höher - sehen Sie selbst!

Dienstag, 12. Juli 2011

Zwei spannende Nischenkonzepte: Designermode zum Kilopreis und ein gemieteter Gemüsegarten

„Kilo Fashion“
Eine Boutique in Mailing verkauft Designermode und Accessoires. Das ist noch nicht wirklich innovativ. Der Clou daran: Der Kunde bezahlt je nach Gewicht der Kleidungsstücke – fast wie in einem Supermarkt. Es gibt drei Preisklassen niedrig, mittel und hoch – die Kleidung wird an der Kasse abgewogen und so ergibt sich der Preis. Da das Geschäft ein so genannter Pop-up-Store ist, hat dieser auch nur für ein paar Woche geöffnet. Spannendes Konzept!

„Meine Ernte“
Für 179 Euro im Jahr bekommt man einen 45qm großen Gemüsegarten, welchen die Kunden selbst bewirtschaften können. Im Preis enthalten sind die Kosten für Saatgut, Nutzung von Leih-Geräten sowie eine professionelle Beratung durch einen Landwirt. Schon für zwei Stunden Arbeit pro Woche kann man scheinbar regelmäßig Ernte einfahren. Ein Relaunch des Schrebergarten-Konzepts?

Montag, 11. April 2011

Ist Beschwerdemanagement sinnvoll?

 „54% der Kunden meiden nach fruchtlosen Protest künftig das Geschäft oder Unternehmen“.
Wirtschaftsblatt, 8. April 2011

Machen Sie Energie zum Erlebnis

In der Energiebranche stehen aus mehreren Gründen spannende Zeiten bevor. Der Wettbewerb (der bisher eigentlich keiner war…) wird dank neuer Anbieter härter, neue gesetzliche Rahmenbedingungen führen zu Veränderungen und auch drängen Unternehmen aus anderen Branchen (zB  google oder Telekom) in den Markt. Man wird sehen welche Unternehmen die notwendige Transformation bei Ihren Mitarbeitern und ihrem Service- und Produkterlebnis für Ihre Kunden schaffen werden.
Ein regionaler Energieversorger aus Österreich hat erkannt, dass man auch ein Convenience-Produkt wie "Strom & Gas" durchaus spannend inszenieren kann – wenn man denn weiß, wie es geht. Das Unternehmen lässt den Kunden selbst zum Entdecker werden und schickt ihn auf eine virtuelle Reise rund um das Thema "Energie". Auf spielerische Weise wird erläutert, dass man auch ohne Komfortverlust und dramatische Verhaltensänderungen Kosten einsparen und gleichzeitig einen grünen Fußabdruck hinterlassen kann. Einen ersten Eindruck verschafft die Micro-Site des Projektes: http://www.meineevnwelt.at/.

Montag, 4. April 2011

Alle 14 Tage Geburtstag – Kundenmanagement by SWISS Air


Die SWISS Air lässt mich nun deutlich schneller altern, als mein natürlicher Biorhythmus es vorgesehen hätte:  Dort habe ich nun alle 14 Tage Geburtstag. Ich hatte ja bereits das Vergnügen, einen 2-Teiler über die CRM  Best Pratice Fähigkeiten von  Miles & More  & SWISS schreiben zu dürfen. Aber 3 sind bekanntlich besser als 2 – die SWISS liefert mir den Stoff dazu direkt in meine Mail-Inbox. Seit meiner  Nachfrage aufgrund des fehlerhaften Links im ersten Geburtstags- Mail (welches sogar zu meinen Geburtstag kam) und meiner anschließend so  netten Bekanntschaft mir „Fr. Noreplay“ und „Hrn. Autoreplay“, bekomme ich nun alle zwei Wochen (!) ein Gratulationsmail zum Geburtstag geschickt. Und jedes Mal mit dem völlig identen, gehaltlosen Worten  und dem „Geschenk“ in Form von Bonuspunkten, die ich ohne weitere Zuzahlung gar nicht einlösen kann.
Inzwischen habe ich auch eine persönliche Nachricht von dem Unterzeichner des automatisierten Mails erhalten: 
„Ganz herzlichen Dank, dass Sie mich direkt auf die Geburtstagsmailings-Defizite aufmerksam machen. Wir wollen unseren Kunden mit den 3000 Prämien-Meilen ja eine Freude bereiten und sicherlich nicht verärgern. Gerne werde ich Ihr Feedback aufnehmen und die Prozesse entsprechend anpassen lassen.“
Und was passiert: am Wochenende hatte ich schon wieder Geburtstag bei der SWISS Air! Wenn das so weitergeht, bin ich laut SWISS Air dann Anfang 2012 innerhalb eines Jahres knapp 25 Lenze gealtert…das lässt mich schon wieder milde auf einen etwaigen Seniorenrabatt schielen.
P.S.: Eines könnte ich aber inzwischen ausprobieren:  Da ich pro Mail 3.000 Punkte geschenkt bekomme, besitze ich inzwischen an und für sich schon 12.000 Geschenkpunkte, womit ich die magische „Ich darf einlösen Grenze“ von 7.000 Punkten pulverisiert hätte.

Montag, 28. März 2011

Die besten Arbeitgeber im Siegestaumel

Vergangene Woche fand die alljährliche Award Prämierungsfeier von Great Place to Work – die Auszeichnung der besten Arbeitgeber des Landes - statt. Knisternde Spannung, unbändige Freude und ausgelassener Jubel prägten den Abend. Die geladenen Gäste setzten sich zwar mehrheitlich aus CEOs, Geschäftsführern und Personalchefs der Unternehmen zusammen, die wirklichen Gewinner dieses Abends aber sind die Mitarbeiter dieser Firmen. Die Chefs stehen auf der Bühne  und tragen den Ehrgeiz in sich, im kommenden Jahr noch besser zu werden.  Und dadurch an einem noch besseren, innovativeren und produktiveren Arbeitsumfeld für ihre Mitarbeiter zu arbeiten! Die Chefin von Microsoft (1. Platz in der Kategorie Großunternehmen) hat anschließend zu mir gesagt: „Wir sind nur die Architekten, welche dieses Umfeld für unsere Mitarbeiter schaffen.“ (Ranking unter greatplacetowork.at)
Dass die Mitarbeiterzufriedenheit einen direkten Zusammenhang zur Kundenzufriedenheit und dem wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens hat, ist schon X-Mal belegt worden. Eine kleine Zahl zur Verbildlichung der Wirkung hat der GPTW Chef gegeben: Die besten Arbeitgeber Österreichs haben im Durchschnitt pro Jahr 3 Krankenstandstage je Mitarbeiter, der allgemein Schnitt liegt bei 11 Tagen je Mitarbeiter. Wenn man allein daraus einen kleine „Milchmädchenrechnung“ macht:  eine Delta von 8 Tagen bei z.B.: 500 Mitarbeiter im Unternehmen sind die Kleinigkeit von 4.000 Krankenstandstagen  mehr pro Jahr. Wenn ich z.B.: 300 Euro direkte Kosten für eine solchen Tag hinterlege, bin ich somit auf 1,2 Mio. EUR. Da würde sich schon ein bisschen Investment für die Mitarbeiter ausgehen.  Dabei haben wir hier nur von einer minimalen Auswirkung eines "Great Place To Work" gesprochen: Das Gleiche lässt sich auf Fluktuation, Produktivität, Effizienz, Innovation (usw…) ummünzen.

Montag, 21. März 2011

Service-Versprechen



Schön, deswegen gibt es also Produkt- und Serviceversprechen;-)